- ✓Social Recruiting kostet pro Einstellung im Schnitt 800 bis 3.000 Euro – deutlich weniger als eine Personalvermittlung
- ✓Typisches Agenturmodell: 1.500 bis 3.000 Euro Setup einmalig plus 1.500 bis 3.000 Euro Monatspauschale
- ✓Das Werbebudget (1.000 bis 3.000 Euro pro Monat) zahlst du direkt an Meta, TikTok oder LinkedIn, nicht an die Agentur
- ✓Kosten pro qualifizierter Bewerbung: 15 bis 50 Euro – eine Stelle ist im Schnitt in 29 Tagen besetzt
- ✓Eine Personalvermittlung kostet 20 bis 30 Prozent des Jahresgehalts (oft 9.000 bis 13.500 Euro pro Einstellung)
Eine der häufigsten Fragen vor dem Start: Was kostet Social Recruiting eigentlich? Die ehrliche Antwort lautet, dass sich die Kosten aus mehreren Bausteinen zusammensetzen und nicht jede Agentur transparent damit umgeht. In diesem Artikel findest du konkrete Zahlen für 2026: was du für Setup, Betreuung und Werbebudget einplanen musst, was eine Einstellung am Ende kostet und wie sich das gegenüber Jobbörse und Personalvermittlung rechnet.
Was kostet Social Recruiting pro Einstellung?
Die wichtigste Kennzahl zuerst: Über Social Recruiting kostet eine Einstellung im Branchenschnitt zwischen 800 und 3.000 Euro. Die Spanne hängt von Branche, Region und der Schwierigkeit der zu besetzenden Stelle ab. Eine Servicekraft ist günstiger zu gewinnen als ein examinierter Pflegefachmann oder ein CNC-Fräser mit zehn Jahren Erfahrung.
Diese 800 bis 3.000 Euro sind die Gesamtinvestition pro tatsächlicher Einstellung, also inklusive anteiligem Werbebudget und Agenturhonorar. Im Schnitt ist eine offene Stelle über Social Recruiting in rund 29 Tagen besetzt, oft sogar schneller.
Aus welchen Bausteinen setzen sich die Kosten zusammen?
Seriöse Social-Recruiting-Kosten bestehen immer aus zwei getrennten Töpfen, die du nie vermischen solltest: dem Agenturhonorar und dem Werbebudget.
1. Setup-Gebühr (einmalig)
Die Setup-Gebühr deckt den Aufbau ab: Zielgruppenanalyse, Arbeitgeberpositionierung, Erstellung der Werbeanzeigen, Aufbau des Bewerberfunnels und Einrichtung des Trackings. Üblich sind 1.500 bis 3.000 Euro einmalig. Diese Investition fällt nur zu Beginn an.
2. Monatliche Betreuung
Die Monatspauschale deckt die laufende Arbeit: Kampagnen-Optimierung, neue Creatives, A/B-Tests, Reporting und die Vorqualifizierung der Bewerbungen. Je nach Agentur liegt sie zwischen 1.500 und 3.000 Euro pro Monat. Übliche Mindestlaufzeiten betragen drei Monate, weil Kampagnen einige Wochen brauchen, um optimal zu laufen.
3. Werbebudget (direkt an die Plattform)
Das Werbebudget bestimmt, wie viele Menschen deine Anzeigen sehen. Es geht direkt an Meta, TikTok oder LinkedIn und nicht an die Agentur. Für mittelständische Unternehmen empfehlen wir einen Startwert von 1.000 bis 3.000 Euro pro Monat. Wichtig: Eine seriöse Agentur verdient nicht am Werbebudget mit, sondern legt es transparent offen.
Ein konkretes Rechenbeispiel
Nehmen wir einen Handwerksbetrieb, der zwei Monteure sucht. Setup einmalig: 2.000 Euro. Monatliche Betreuung: 2.000 Euro. Werbebudget: 1.500 Euro pro Monat. Bei einer Laufzeit von drei Monaten ergibt das eine Gesamtinvestition von rund 12.500 Euro. Werden in dieser Zeit vier qualifizierte Kandidaten eingestellt, liegen die Kosten pro Einstellung bei etwa 3.100 Euro, und mit jeder weiteren Einstellung aus demselben Bewerberpool sinkt dieser Wert weiter.
Was kostet eine einzelne qualifizierte Bewerbung?
Auf Ebene der einzelnen Bewerbung liegen die Kosten bei 15 bis 50 Euro pro qualifizierter Bewerbung. Entscheidend ist das Wort „qualifiziert": Durch Vorqualifikationsfragen im Bewerberfunnel werden unpassende Kandidaten automatisch herausgefiltert, sodass du nur Bewerbungen erhältst, die wirklich zu deinen Anforderungen passen.
Social Recruiting vs. Jobbörse vs. Personalvermittlung: der Kostenvergleich
Jobbörse: Eine einzelne Stellenanzeige auf den großen Portalen kostet 500 bis 1.500 Euro, ganz ohne Ergebnisgarantie. Du erreichst zudem nur die 15 bis 20 Prozent der aktiv Suchenden.
Personalvermittlung: Die klassische Provision liegt bei 20 bis 30 Prozent des Bruttojahresgehalts. Bei einem Facharbeiter mit 45.000 Euro Jahresgehalt sind das 9.000 bis 13.500 Euro für eine einzige Besetzung.
Social Recruiting: Für ein vergleichbares Budget generierst du dutzende qualifizierte Bewerbungen und erreichst auch die 80 Prozent passiver Kandidaten, die nirgendwo aktiv suchen. Genau das macht Social Recruiting bei mehreren offenen Stellen zur mit Abstand günstigsten Methode pro Einstellung.
Lohnt sich Social Recruiting trotz der Kosten?
Für Unternehmen mit laufendem Personalbedarf lautet die Antwort klar ja. Eine unbesetzte Fachkraftstelle kostet ein Unternehmen je nach Position schnell mehrere hundert Euro pro Tag an entgangener Wertschöpfung. Gemessen daran amortisiert sich eine Investition von 800 bis 3.000 Euro pro Einstellung meist innerhalb weniger Wochen. Anders als bei der Jobbörse zahlst du außerdem für Ergebnisse statt für bloße Sichtbarkeit, und alle Kosten sind transparent und planbar.
Fazit: Womit du rechnen solltest
Plane für den Einstieg in Social Recruiting realistisch mit 1.500 bis 3.000 Euro Setup, 1.500 bis 3.000 Euro Monatspauschale und 1.000 bis 3.000 Euro Werbebudget pro Monat. Pro Einstellung landest du je nach Branche bei 800 bis 3.000 Euro. Das ist deutlich günstiger als eine Personalvermittlung und planbarer als jede Jobbörse. Der erste Schritt ist ein kostenloses Erstgespräch, in dem eine erfahrene Agentur das konkrete Potenzial und die zu erwartenden Kosten für deine Branche und Region einschätzt.